Licht...
…am Ende des Tunnels einer Saison, die nun ihr Ende findet. Endlich, möchte ich fast hinzufügen. Was war wir hier beim FCB mit Erwartungen in die Saison gestartet: Leistungszentrum, 8-Stunden-Tag, Jeder-jeden-Tag-ein-bisschen-besser. Super. Wir am Anfang vielleicht ein wenig holprig, aber das wird schon.
Und so sah es am Ende der Hinrunde ja tatsächlich aus: Nach einem mauen Start (und einer historischen 2-5-Heimklatsche zum Wiesnanstich gegen Bremen) war man vor Weihnachten punktgleich mit Hoppenheim. Super. Im Pokal auch noch dabei, in der CL souverän mit der besten Bilanz aller Teams in Achtelfinale eingezogen. Super.
Notorische Nörgler hatten damals schon auszusetzen, dass der Mannschaft jegliche Cleverness fehlt, um selbst Zwei-Tore-Führungen gegen Gladbach und Bochum runterzuspielen. Naja, wo gehobelt wird, usw., das sind halt die ersten Klinsmann-Ansätze, das kriegt der auch noch hin. Tja, und da sollten wir uns täuschen. „Klinsmann raus“ gab es von einzelnen wohl schon ab dem ersten Spieltag zu hören, aber die Rückrunde und ihre Kulminationspunkte in Wolfsburg und Barcelona waren wohl den meisten Klinsi-Fürsprechern zu viel.
Der FCB steckte in einer handfesten Identitätskrise.
Mit dem innerlichen Auf-links-Drehen und dessen Geschwindigkeit war der Verein und scheinbar auch die Spieler überfordert. Und dabei meine ich jetzt nicht unbedingt Trainingsmethoden oder Ähnliches. Alles wurde auf den Kopf gestellt und eine bereits eingespielte, halbwegs funktionierende Mannschaft einmal komplett in den Mixer geworfen. Heraus kam: Ja, was denn eigentlich? Nach ein paar personellen Experimenten sollte es auf einmal die Dreierkette sein, was ich persönlich gerade gegen extrem defensive Gegner (Hertha, Köln) besonders gut fand, weil es ja scheinbar auch funktionierte.
Blöd nur, dass Bremen kein defensiv ausgerichteter Gegner ist. Und noch blöder von Klinsmann war, dass er nach diesem Spiel (es war erst der fünfte Spieltag!) einknickte und rein aufstellungstechnisch wieder auf die Hitzfeldsche Doppel-Sechs zurückgriff. Und so konnte sich dieses labile Konstrukt Mannschaft bis zum Ende der Hinrunde stabilisieren und die oben beschriebene Ausgangslage schaffen, die in der Rückrunde allerdings dann gehörig in den Sand gesetzt wurde.
Zwischendrin wirkten manche Ergebnisse (Pokal in Stuttgart, Hannover, Lissabon) wie eine Art Weichzeichner, der nur allzu gut über Niederlagen in Berlin, Heimniederlagen gegen Köln, etc. hinwegtäuschen konnte.
Aber dann kamen Wolfsburg und Barcelona.
Das Ergebnis und dessen Höhe spielt natürlich in beiden Fällen auch eine Rolle, aber es war jeweils das Zustandekommen, das mich heute noch ärgert. Und da zeigten einige in der Mannschaft ihr wahres Gesicht. Ich will hier gar nicht auf Einzelne eingehen, das habe ich schon zu Genüge getan. Da sitzt man also als Fan vor dem Fernseher bzw. in der Kneipe und sieht, wie da ein paar Spieler auf dem Platz stehen, denen es offensichtlich völlig wurscht ist, wie das Spiel ausgeht und ob man sich gerade zum Deppen macht. Als Krönung auf diesen majestätischen Affront kommt dann noch ein Trainer, der offensichtlich von Taktik nicht viel versteht, schon seit Monaten dieselben Phrasen abspult und außerdem immer hilfloser wirkt.
Dass wir immer noch um Platz 2 spielen ist bezeichnend für diese ganze Saison, nicht nur für den FCB, sondern für die ganze Bundesliga: Bremen krebst irgendwo im Mittelfeld herum, Schlake kann sich nächste Saison aufs nationale Geschäft konzentrieren, Hertha spielt vielleicht Champions League, und Wolfsburg wird Meister…
Ganz für die Katz war die Saison vielleicht aber doch nicht, denn gelernt sollten vor allem die Verantwortlichen doch etwas haben:
1. Der Trainer muss zum FCB passen, nicht umgekehrt. Insofern ist die Wahl von van Gaal wohl eine Rückkehr zu diesem Prinzip. Lässt sich zwar im Moment schwer einschätzen, aber allein dass schon so wenig Wirbel um seine Person herrscht, ist beruhigend und angenehm.
2. Der Kader muss ausgemistet und verstärkt werden. Da wurde ja von Vereinsseite schon angekündigt, dass scheinbar wieder eine kleine Shopping-Tour geplant ist. Sehr schön.
Es war also ein ereignisreiches Jahr, das mit einem Sieg gegen Stuttgart sogar noch zu einem (den Umständen entsprechend) akzeptablen Ende gebracht werden könnte.
Wenn nicht diese elendslange Sommerpause wäre, könnte man sich fast freuen.
Und so sah es am Ende der Hinrunde ja tatsächlich aus: Nach einem mauen Start (und einer historischen 2-5-Heimklatsche zum Wiesnanstich gegen Bremen) war man vor Weihnachten punktgleich mit Hoppenheim. Super. Im Pokal auch noch dabei, in der CL souverän mit der besten Bilanz aller Teams in Achtelfinale eingezogen. Super.
Notorische Nörgler hatten damals schon auszusetzen, dass der Mannschaft jegliche Cleverness fehlt, um selbst Zwei-Tore-Führungen gegen Gladbach und Bochum runterzuspielen. Naja, wo gehobelt wird, usw., das sind halt die ersten Klinsmann-Ansätze, das kriegt der auch noch hin. Tja, und da sollten wir uns täuschen. „Klinsmann raus“ gab es von einzelnen wohl schon ab dem ersten Spieltag zu hören, aber die Rückrunde und ihre Kulminationspunkte in Wolfsburg und Barcelona waren wohl den meisten Klinsi-Fürsprechern zu viel.
Der FCB steckte in einer handfesten Identitätskrise.
Mit dem innerlichen Auf-links-Drehen und dessen Geschwindigkeit war der Verein und scheinbar auch die Spieler überfordert. Und dabei meine ich jetzt nicht unbedingt Trainingsmethoden oder Ähnliches. Alles wurde auf den Kopf gestellt und eine bereits eingespielte, halbwegs funktionierende Mannschaft einmal komplett in den Mixer geworfen. Heraus kam: Ja, was denn eigentlich? Nach ein paar personellen Experimenten sollte es auf einmal die Dreierkette sein, was ich persönlich gerade gegen extrem defensive Gegner (Hertha, Köln) besonders gut fand, weil es ja scheinbar auch funktionierte.
Blöd nur, dass Bremen kein defensiv ausgerichteter Gegner ist. Und noch blöder von Klinsmann war, dass er nach diesem Spiel (es war erst der fünfte Spieltag!) einknickte und rein aufstellungstechnisch wieder auf die Hitzfeldsche Doppel-Sechs zurückgriff. Und so konnte sich dieses labile Konstrukt Mannschaft bis zum Ende der Hinrunde stabilisieren und die oben beschriebene Ausgangslage schaffen, die in der Rückrunde allerdings dann gehörig in den Sand gesetzt wurde.
Zwischendrin wirkten manche Ergebnisse (Pokal in Stuttgart, Hannover, Lissabon) wie eine Art Weichzeichner, der nur allzu gut über Niederlagen in Berlin, Heimniederlagen gegen Köln, etc. hinwegtäuschen konnte.
Aber dann kamen Wolfsburg und Barcelona.
Das Ergebnis und dessen Höhe spielt natürlich in beiden Fällen auch eine Rolle, aber es war jeweils das Zustandekommen, das mich heute noch ärgert. Und da zeigten einige in der Mannschaft ihr wahres Gesicht. Ich will hier gar nicht auf Einzelne eingehen, das habe ich schon zu Genüge getan. Da sitzt man also als Fan vor dem Fernseher bzw. in der Kneipe und sieht, wie da ein paar Spieler auf dem Platz stehen, denen es offensichtlich völlig wurscht ist, wie das Spiel ausgeht und ob man sich gerade zum Deppen macht. Als Krönung auf diesen majestätischen Affront kommt dann noch ein Trainer, der offensichtlich von Taktik nicht viel versteht, schon seit Monaten dieselben Phrasen abspult und außerdem immer hilfloser wirkt.
Dass wir immer noch um Platz 2 spielen ist bezeichnend für diese ganze Saison, nicht nur für den FCB, sondern für die ganze Bundesliga: Bremen krebst irgendwo im Mittelfeld herum, Schlake kann sich nächste Saison aufs nationale Geschäft konzentrieren, Hertha spielt vielleicht Champions League, und Wolfsburg wird Meister…
Ganz für die Katz war die Saison vielleicht aber doch nicht, denn gelernt sollten vor allem die Verantwortlichen doch etwas haben:
1. Der Trainer muss zum FCB passen, nicht umgekehrt. Insofern ist die Wahl von van Gaal wohl eine Rückkehr zu diesem Prinzip. Lässt sich zwar im Moment schwer einschätzen, aber allein dass schon so wenig Wirbel um seine Person herrscht, ist beruhigend und angenehm.
2. Der Kader muss ausgemistet und verstärkt werden. Da wurde ja von Vereinsseite schon angekündigt, dass scheinbar wieder eine kleine Shopping-Tour geplant ist. Sehr schön.
Es war also ein ereignisreiches Jahr, das mit einem Sieg gegen Stuttgart sogar noch zu einem (den Umständen entsprechend) akzeptablen Ende gebracht werden könnte.
Wenn nicht diese elendslange Sommerpause wäre, könnte man sich fast freuen.
elmarinho - 20. Mai, 09:45



