Schießen, einfach schießen
Erst Wiesn, dann krank (ich streite nach wie vor ab, dass die beiden irgendwie miteinander verbunden sind), daher kurz mal Sendepause. Aber dafür stehen jetzt wieder Länderspiele an, und da hat man als Vereinsfan ja wieder mehr Zeit. Beispielsweise, um die aktuelle Situation des FCB ein wenig zu beleuchten. Zugegeben, der Blick auf die Tabelle nervt schon, vor allem wenn man bedenkt, wie da in letzter Zeit Punkte hergegeben wurden. Schönreden ist da auch nicht mehr wirklich drin, auch wenn ich die momentane Lage immer noch nicht so übel sehe.
Sicher, wir haben momentan eine leichte, hüstel, Torflaute, die uns dämliche Unentschieden und Niederlagen beschert. Hinzu kommt, dass am letzten Samstag wohl allesamt auf einmal das Flanken verlernt hatten (vorausgesetzt, sie konnten es jemals). Aber viel eklatanter war die Erkenntnis, dass selbst gegen den personifizierten Beton aus Köln sich alle zu schade waren, einfach mal schnöde draufzuhauen. Wenn sich ein Gegner schon nicht zu blöd ist, in diese kindliche Verhinderungshaltung zurückzufallen, dann muss man auch mal die groben Keulen auspacken, vor allem wenn schnell klar wird, dass die Flankengeber wohl das Zielwasser vergessen hatten.
Stattdessen wird der Ball immer und immer wieder quergeschoben, bis sich ein Kölner doch mal hintraut. Mir ist schon klar, dass bei dieser Herangehensweise auch mit viel Verlust gearbeitet wird, da einige Schüsse sicher abgeblockt werden; aber andererseits ist es bei mehr Schüssen umso wahrscheinlicher, dass ein Ball auch mal abgefälscht wird oder der Keeper mal einen vor unserer Stürmer Füße fallen lässt und sogar die mal wieder treffen. Mingablog spricht mir da aus der Seele.
Und da wird wieder klar, dass momentan (Ribéry hin, Robben her) vor allem zwei Spieler besonders fehlen: Mark van Bommel und Luca Toni.
Unser Kapitän besticht vielleicht nicht unbedingt zur seine brillanten technischen Fähigkeiten, dafür ist er sich in guter Drecksau-Manier auch nicht zu schlecht, auch mal außerhalb des Sechzehners einen aufs Tor zu wuchten. Und Luca? Tja, der eiert zwar gerne mal vorne ein wenig rum (vor allem, wenn er den Ball außerhalb des Sechzehners bekommt), aber dafür ist er halt auch einer dieser Stürmer, die sich so unorthodox bewegen, dass sie immer irgendwie einen reindrücken können. Das sieht zwar oft weder schön noch spektakulär aus, aber das kann einem am Ende (vor allem Gegner wie Köln) dann egal sein. Mir ist es das zumindest. Auf schönes Spiel ist wirklich gepfiffen, solange man nicht gewinnt. Denn hinter dieser leeren Phrase verstecken sich sonst nur die Bremer oder Hoffenheimer.
Und wer will schon so werden wie die?
Genau.
Ansonsten ist es schon fast bewundernswert, was für eine relative Ruhe bei all den Wasserstandsmeldungen und Mittelfeldplätzen in der Tabelle noch bewahrt wird. Ein Vergleich mit van Gaals Vorgänger um exakt diese Jahreszeit verbietet sich eigentlich schon fast, aber andererseits ist er auch sehr aufschlussreich, da hier neben dem fußballerischen auch ein lautstärketechnischer Unterschied herrscht. Es ist alles irgendwie ruhiger geworden – und damit angenehmer. Allein das ist schon ein Gewinn. Und wenn die Herrschaften auf dem Platz den Ball zur Abwechslung mal nicht ins Tor tragen wollen, dann passen die Ergebnisse (um die es unterm Strich ja dann doch geht) auch wieder.
Bei all dem Ärger gibt es nämlich immer noch positive Sachen zu vermerken:
Schweinsteiger scheint sich formtechnisch zu konsolidieren. Was in den letzten Jahren schon fast eine Beleidigung gewesen wäre, nimmt sich nun als astreines Kompliment aus. Der Junge macht und tut und ist im Mittelfeld ein echter Rückhalt geworden.
Lahm scheint sich langsam auf seiner rechten Außenverteidigerposition zurecht zu finden, so dass auch wieder mehr effektive Vorstöße nach vorne gelingen. Überhaupt arbeitet die ganze Defensive äußerst zuverlässig, so dass man nicht immer einen Herzkasperl bekommen muss, wenn der Gegner angreift.
Die Jungen im Allgemeinen: Über Müller und Badstuber gab es in den letzten Wochen ohnehin nur Positives zu berichten, aber eins muss noch erwähnt werden. Wenn man sieht, wie enttäuscht und sauer die jungen Spieler nach dem Abpfiff gegen Köln waren, dann spricht das so dermaßen für sie, dass einem trotz des Ergebnisses fast das Herz aufgehen konnte.
Wie gesagt, gut dass Länderspielpause ist, da kann man mal einiges sacken lassen und muss sich nicht immer über Köln ärgern.
Sicher, wir haben momentan eine leichte, hüstel, Torflaute, die uns dämliche Unentschieden und Niederlagen beschert. Hinzu kommt, dass am letzten Samstag wohl allesamt auf einmal das Flanken verlernt hatten (vorausgesetzt, sie konnten es jemals). Aber viel eklatanter war die Erkenntnis, dass selbst gegen den personifizierten Beton aus Köln sich alle zu schade waren, einfach mal schnöde draufzuhauen. Wenn sich ein Gegner schon nicht zu blöd ist, in diese kindliche Verhinderungshaltung zurückzufallen, dann muss man auch mal die groben Keulen auspacken, vor allem wenn schnell klar wird, dass die Flankengeber wohl das Zielwasser vergessen hatten.
Stattdessen wird der Ball immer und immer wieder quergeschoben, bis sich ein Kölner doch mal hintraut. Mir ist schon klar, dass bei dieser Herangehensweise auch mit viel Verlust gearbeitet wird, da einige Schüsse sicher abgeblockt werden; aber andererseits ist es bei mehr Schüssen umso wahrscheinlicher, dass ein Ball auch mal abgefälscht wird oder der Keeper mal einen vor unserer Stürmer Füße fallen lässt und sogar die mal wieder treffen. Mingablog spricht mir da aus der Seele.
Und da wird wieder klar, dass momentan (Ribéry hin, Robben her) vor allem zwei Spieler besonders fehlen: Mark van Bommel und Luca Toni.
Unser Kapitän besticht vielleicht nicht unbedingt zur seine brillanten technischen Fähigkeiten, dafür ist er sich in guter Drecksau-Manier auch nicht zu schlecht, auch mal außerhalb des Sechzehners einen aufs Tor zu wuchten. Und Luca? Tja, der eiert zwar gerne mal vorne ein wenig rum (vor allem, wenn er den Ball außerhalb des Sechzehners bekommt), aber dafür ist er halt auch einer dieser Stürmer, die sich so unorthodox bewegen, dass sie immer irgendwie einen reindrücken können. Das sieht zwar oft weder schön noch spektakulär aus, aber das kann einem am Ende (vor allem Gegner wie Köln) dann egal sein. Mir ist es das zumindest. Auf schönes Spiel ist wirklich gepfiffen, solange man nicht gewinnt. Denn hinter dieser leeren Phrase verstecken sich sonst nur die Bremer oder Hoffenheimer.
Und wer will schon so werden wie die?
Genau.
Ansonsten ist es schon fast bewundernswert, was für eine relative Ruhe bei all den Wasserstandsmeldungen und Mittelfeldplätzen in der Tabelle noch bewahrt wird. Ein Vergleich mit van Gaals Vorgänger um exakt diese Jahreszeit verbietet sich eigentlich schon fast, aber andererseits ist er auch sehr aufschlussreich, da hier neben dem fußballerischen auch ein lautstärketechnischer Unterschied herrscht. Es ist alles irgendwie ruhiger geworden – und damit angenehmer. Allein das ist schon ein Gewinn. Und wenn die Herrschaften auf dem Platz den Ball zur Abwechslung mal nicht ins Tor tragen wollen, dann passen die Ergebnisse (um die es unterm Strich ja dann doch geht) auch wieder.
Bei all dem Ärger gibt es nämlich immer noch positive Sachen zu vermerken:
Schweinsteiger scheint sich formtechnisch zu konsolidieren. Was in den letzten Jahren schon fast eine Beleidigung gewesen wäre, nimmt sich nun als astreines Kompliment aus. Der Junge macht und tut und ist im Mittelfeld ein echter Rückhalt geworden.
Lahm scheint sich langsam auf seiner rechten Außenverteidigerposition zurecht zu finden, so dass auch wieder mehr effektive Vorstöße nach vorne gelingen. Überhaupt arbeitet die ganze Defensive äußerst zuverlässig, so dass man nicht immer einen Herzkasperl bekommen muss, wenn der Gegner angreift.
Die Jungen im Allgemeinen: Über Müller und Badstuber gab es in den letzten Wochen ohnehin nur Positives zu berichten, aber eins muss noch erwähnt werden. Wenn man sieht, wie enttäuscht und sauer die jungen Spieler nach dem Abpfiff gegen Köln waren, dann spricht das so dermaßen für sie, dass einem trotz des Ergebnisses fast das Herz aufgehen konnte.
Wie gesagt, gut dass Länderspielpause ist, da kann man mal einiges sacken lassen und muss sich nicht immer über Köln ärgern.
elmarinho - 9. Okt, 11:20


