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    <title>Wie man überhaupt Bayern-Fan sein kann...</title>
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  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/mit-dem-herz-in-der-hose/">
    <title>Mit dem Herz in der Hose</title>
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    <description>...und Verunsicherung im Bein, werden wir in der Europa-League sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So oder so ähnlich könnte man frei nach den Sportfreunden singen. Es war wahrlich keine Offenbarung, die wir da am gestrigen Nachmittag erleben durften. Aufstellungsmäßig scheint sich sowas wie eine erste Elf gefunden zu haben, aber mit einer Mannschaft hatte die Spieleransammlung in Rot nur wenig zu tun. Und so haben sie dann auch gespielt. Es war zwar nach den letzten Wochen nicht zu erwarten, dass uns auf einmal schneller Kombinationsfußball kredenzt wird, aber wen interessiert das zur Zeit auch schon. Uns würde ja schon gute Hausmannskost bestehend aus Kampf, Laufbereitschaft und Mut zum Risiko schon reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber so bekamen wir einen schwer verdaulichen Brei aus Lustlosigkeit, Unfähigkeit und Ängstlichkeit vorgesetzt, der mir immer noch wie ein Fels im Magen liegt. Mittlerweile gehen einem die Erklärungen aus (sofern man denn immer noch sucht) und es vergeht mir mehr und mehr die Lust, über Fußball nachzudenken, mich darüber zu unterhalten oder auch darüber zu schreiben, denn es beginnt bei jedem Anstoß von vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir spielen und spielen, schießen vielleicht ein Tor, kassieren eins oder umgekehrt; und dann wird weiter gespielt, wobei spielen hier definitiv das falsche Wort ist. Es ist mehr ein Verwalten, ein Ballgeschiebe, das beizeiten an Trapattonischen Sicherheitsfußball erinnert. Mangels Kreativspielern könnte das momentan sogar eine Art System sein, nur sollte man da immer ein Tor mehr machen als der Gegner. Und da liegt nach wie vor der Knackpunkt: Tore. Es sind nicht so sehr die Stürmer, welche die Torgefahr eines feuchten Lappens ausstrahlen. Im Mittelfeld herrscht die große Ratlosigkeit  und dabei zeichnet sich gerade die Zentrale durch eine graue Langeweile aus, die ans Narkotische grenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher, zwei Zerstörer können nicht zum Spielmacher mutieren, aber auch so muss etwas mehr als permanente Fehl- oder Rückpässe drin sein. Ungeachtet dessen hätte diese sogenannte Mannschaft auch schon lange kapiert haben müssen, dass es in der momentanen Verfassung mit den zur Verfügung stehenden Spielern zum Spielgestalten und Spielmachen einfach nicht reicht. Stattdessen könnte man sich auch mal auf Gröberes wie Laufen, Ackern und Zweikämpfe konzentrieren. Das kann aber nur funktionieren, wenn eine Mannschaft auch als solche auftritt. Anstatt permanent zu versuchen, Fehler zu vermeiden und den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, muss wieder ein Zusammenhalt eintreten, damit einzelne Fehler von Mitspielern aufgefangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es nach der erneut wenig prickelnden Vorstellung keinen Applaus, sondern ein veritables Pfeifkonzert gab, war zu erwarten  am Ende zumindest. Als jedoch nach knapp 30 Minuten die ersten Pfiffe kamen, ging mir jedoch schon mächtig die Hutschnur hoch. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich kann absolut nachvollziehen, wenn man sich aufregt, wenn man mal rumschreit und seinem Ärger gehörig Luft macht. Aber beispielsweise Thomas Müller nach dessen Auswechslung auszupfeifen geht einfach zu weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei großen Teilen des AA-Publikums habe ich mittlerweile das Gefühl, dass sie keine Fans des Vereins und der Mannschaft, sondern nur noch Anhänger des Spektakels sind, von dem sie der irrigen Meinung sind, es sich mit teilweise teuer ergatterten Tickets und möglicherweise dem Verweis auf die gefahrenen Kilometer erkaufen zu können. Aber so einfach geht es dann doch nicht. Und wenn ich das Gerede einiger Leute auf dem Weg zur U-Bahn gerade nach solchen Spielen so höre, nämlich dass sie das nächste Mal nicht mehr kommen und lieber daheim bleiben (vor allem wenn das Spiel im frei empfangbaren Fernsehen kommt), dann wünsche ich mir, dass sie das auch wirklich mal tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich über die eigene Mannschaft  und einzelne Spieler aufzuregen, sich manchmal sogar ein wenig über sie lustig zu machen, hat lange und gute Tradition im Fußball. Fans (und nur die eigenen natürlich) dürfen sowas. Anders sieht es meiner Meinung nach dann aus, wenn schon nach ein paar missglückten Aktionen mit dieser elendigen Pfeiferei begonnen wird und man der Mannschaft, die man vorgibt zu unterstützen, jeglicher Rückhalt nimmt. Spätestens gestern ist es offensichtlich geworden, dass die Spieler verunsichert sind (bestes Beispiel: Müller); im Vorfeld war von einem richtungsweisenden und eminent wichtigen Spiel die Rede (wie schon öfters in letzter Zeit). Und trotzdem haben scheinbar einige Zuschauer nichts Besseres zu tun als die eigene Mannschaft zur Sau zu machen. Und wenn dann noch mediales Getöse, grenzwertige Interviews und ein schlechtes Spiel dazu kommt, dann schaukelt sich dieser wunderbare Mix zu einer verheerenden Abwehrhaltung hoch, dass man zwischendurch mal meinen könnte, im eigenen Stadion ein Auswärtsspiel zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wies aussieht, wird das Stadion zum zweiten Mal in dieser Saison nicht ausverkauft sein  vielleicht ein gutes Zeichen.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-23T22:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/die-eierlegende-wollmilchsau/">
    <title>Die eierlegende Wollmilchsau</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/die-eierlegende-wollmilchsau/</link>
    <description>Länderspielpause  Zeit zum Nachdenken. Und da gibt es ja so einiges, was beim FCB in diesen Tagen für Gesprächsstoff sorgt. Allgegenwärtig ist immer noch Lahms Interview in der SZ, was von Hoeneß in der Zeit gekontert wurde. Jetzt stehen also (glaubt man Hoeneß, dass Lahm zu 90% Unrecht hat) zwei Meinungen im Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich heißt das ganz konkret: Wem kann ich glauben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden jedenfalls von beiden Seiten interessante Dinge ans Tageslicht gebracht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoeneß: Heute Morgen frage ich Grill am Telefon: Wieso erklärst du in der Öffentlichkeit, dass Philipp Lahm schon zwei-, dreimal beim Vorstand war? Du weißt genau, dass das nicht so ist. Und er antwortet mir: Wie soll er sich sonst profilieren? Das war die Antwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Aussage war ich erst mal ein wenig platt, denn mit so viel Dreistigkeit hätte ich schließlich nicht gerechnet. Ich will jetzt nicht schon wieder auf Lahm draufhauen, aber dass er sich für sowas instrumentalisieren lässt, hätte ich nicht von ihm gedacht. Und so wirft dies schon wieder ein ganz anderes Licht auf sein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis in letzter Zeit. Umso schlimmer wird es, wenn er Mitspieler öffentlich als etwas unfähig bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lahm: Nur: Wen soll man denn anspielen? Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann? Das passiert bei uns kaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit dem sog. Nachrücken spricht er einen Knackpunkt an, bei dem er mal gerne vor der eigenen Haustüre zu kehren anfangen darf. Genau das war nämlich früher seine Stärke. Und mit früher meine ich Zeiten, in denen er noch weniger Interviews gab und vor allem auf links spielte. Nachrücken tut der liebe Philipp zwar nach wie vor, aber wenn das auf rechts geschieht, dann kommt halt selten was dabei raus: Die Flanken sind so gut wie nie gefährlich, in die Mitte ziehen funktioniert auch nicht mehr, und weiter zur Grundlinie rennen geht auch nicht (s. Flanken). Und das ist eine der Sachen, die mich an Lahm Interview gestört haben: mangelnde Selbstkritik. Denn wenn man dazu nicht fähig ist, braucht man sich auch nicht zum Chef-Kritiker  der eigenen Mitspieler und des Vereins zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lahm: Aber wir machen jetzt zum Beispiel nach jedem Spiel eine Analyse: Was haben wir gut gemacht, was nicht? Manche Spieler kommen damit nicht zurecht, dass sie vor der ganzen Mannschaft kritisiert werden: Warum spielst du diesen Pass? Warum hast du jene Entscheidung getroffen? Dabei finde ich das gut und ganz normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das ja schon kürzlich angesprochen, aber mir ist das nach wie vor unbegreiflich, wie ein Spieler mit solcher Kritik (auch vor der gesamten Mannschaft) nicht zurecht kommen kann. Man muss zwar nicht dauernd die Peitsche über dem Trainingsgelände kreisen lassen, aber sowas kann doch nur normal sein. Wie soll sich denn sonst was ändern? Genau dieses Vor-sich-hin-Wurschteln ist es doch, was am gefährlichsten ist. Und da setzt sich bei mir nun immer mehr die Erkenntnis fest, dass die Mannschaft momentan bis auf ein paar Ausnahmen keine solche mehr ist, weil viele wohl persönliche Eitelkeiten voran stellen. Wie sonst kann man sich Aussetzer wie die von Luca Toni erklären? Warum gibt Lahm so ein Interview?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich Hoeneß Interview nochmal durchliest, dann hört er sich für mich an wie jemand, der sich extrem ungerecht behandelt fühlt und sein Erbe ein wenig in Gefahr sieht. Das erklärt auch, warum manche seiner Antworten gar so arg polemisch sind: Barcelona? Viele Schulden. Arsenal? Schon länger nix mehr gewonnen. ManU? An Glazer verkauft und Schulden. Dass es bei den Fragen erst mal nicht um Wirtschaftlichkeit ging, ignoriert er bewusst, weil er genau darin die Ungerechtigkeit sieht. Auf der einen Seite wird erwartet, immer ganz oben mitzuspielen; andererseits darf das Ganze allerdings dann nicht viel kosten. Und bei vielen Rechnungen wird dies auch gerne mal immer vergessen. Wenn von soundsovielen Millionen gesprochen wird, die in den letzten Jahren in Transfers geflossen sind, dann werden etwaige Einnahmen unterschlagen. Gerne wird auch vergessen, dass es Eigengewächse auch beim FCB schaffen können, ganz aktuellen Fällen wie Müller und Badstuber zum Trotz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt wird ein Wort in diesem Zusammenhang schon sehr oft bemüht in letzter Zeit: Philosophie. Es geht augenscheinlich ja darum, dass ein Verein erkennen lassen muss, wofür er denn steht: Offensivspektakel, Bombenfeste Defensive, Jugendförderung, Taktik, attraktiver Fußball, etc. Und da stand beim FCB lange Zeit: Mia san mia, was man auch mit unbedingter Glaube an sich selbst; Überzeugung von der eigenen Stärke umschreiben kann. Aber mal ehrlich, das ist doch etwas, das jede Mannschaft auf ihrem Zenit auszeichnet. Von van Gaal wurde auch öfters mal die Dominanz erwähnt. Auch hier kann ich mir keine (inter)national Topmannschaft vorstellen, die ein Spiel nicht gerne dominiert, sondern erst mal abwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dinge wie erfolgreich sein, schön spielen, tolle Jugendarbeit, etc.  darum bemühen sich doch alle Spitzenvereine. Und das klappt halt im Einzelnen mal mehr, mal weniger; und so entstehen Philosophien letztendlich aus Situationen heraus: Mangelnder Erfolg wird mit Hinweis auf den schönen Fußball, den man ja spielt, entschuldigt; tolle Jugendförderung entschädigt für fehlende Taktik. Und so kann man eher beobachten, dass sich die Ideologie (aus rein sportlicher Sicht, denn wenn man die wirtschaftliche Seite mit reinnimmt, siehts ohnehin ganz anders aus) eines Vereins schon mal ändern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Lahm wohl beklagt, ist ein Mangel an Kontinuität auf der Trainerbank, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass man in den letzten Jahren eben oft immer mehr Probleme hatte, einen Trainer zu finden, der es auf Dauer hier aushielt bzw. ausgehalten wurde  von Fans, Medien und nicht zuletzt der Vereinsführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau da liegt die beim FCB extrem schwierige Gemengelage. Hoeneß deute es ja schon: Es wird hier immer schwieriger, langfristig einen Trainer zu installieren. Dass der Vorstand da auch selbst dran Schuld ist, verschweigt er natürlich. Letztendlich befindet sich der Trainer in einer Art Bermudadreieck, das sich aus Fans, Vorstand und Medien zusammensetzt; über alledem steht jedoch der Erfolg, ohne den es selbst für Trainer schwierig wird, die ansonsten in diesem Dreieck bestehen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht bei so einer Konstellation also einen Trainer, der mit allen (vor allem bestimmten) Medien gut kann, bei den Fans ankommt (also vielleicht schon Stallgeruch hat), von Vorstandsmitgliedern (und Franz Beckenbauer) nie in Frage gestellt wird und darüber hinaus möglichst sofort erfolgreich ist; so gesehen also die eierlegende Wollmilchsau. Und wenn man sich das Scheitern unserer Übungsleiter in den letzten Jahren anschaut, dann sind es meistens mehrere Faktoren, die zum Abschied führten. Selten war es die Erfolglosigkeit allein (die jedoch oft als Katalysator für andere Einflüsse diente).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaut man sich das Ganze aus ein wenig Entfernung an, wundert es mich nicht mehr, dass Ottmar Hitzfeld der einzige war, der es länger als zweieinhalb Jahre in München geschafft hat. Die Anforderungen an einen Trainer hier in München sind immens. Sinnbildlich dafür ist van Gaals Aussage, dass er einen derartigen Druck noch nie erlebt habe, und er ist ja wahrlich kein Novize mehr. Und gerade hier sollte der Vorstand mal einsichtig werden und dem Trainer zuhören. Es ist natürlich schwierig für den FCB, noch ein Jahr ohne Titel zu rechtfertigen, aber man darf dabei auch nicht vergessen, dass eine gewisse Anlaufphase nie verleugnet worden war. Wenn man die Ausfälle zu Beginn und während der Saison (vor allem natürlich Ribéry und Robben) noch berücksichtigt, dann sollte einem die aktuelle Lage zumindest nicht mehr ganz so sonderbar oder katastrophal vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche mit Klinsmann verbieten sich an dieser Stelle trotzdem, auch wenn vieles am Anfang sehr ähnlich klang. Dass im Bayern-Spiel nun wesentlich mehr Struktur zu erkennen ist, kann wohl keiner bestreiten. Gerade wenn man sich die Spiele ansieht, in denen die sog. Schlüsselspieler fit waren (und das waren bisher nicht sehr viele), sollten einen auch die letzten Zweifel an van Gaals Fähigkeiten als Trainer verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Uli Hoeneß vom FCB als innovativem Unternehmen spricht, gleichzeitig aber daran glaubt, dass einfachere Lösungen oft die besseren sind (in diesem Falle nicht Ulis sondern Occams Gesetz), dann sollte doch genau das einmal umgesetzt werden, hätte er damit ja beides: Innovation durch Konservativismus. Allen Widerständen zum Trotz soll mal wieder an einen Trainer geglaubt und seine Position gestärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wenn es auch ein Trainer wie van Gaal bei uns nicht schafft, dann frage ich mich, ob der FCB nicht doch als untrainierbar gelten muss, selbst wenn eine eierlegende Wollmilchsau auf der Bank sitzt.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-17T08:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/robert-enke-ist-tot/">
    <title>Robert Enke ist tot</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/robert-enke-ist-tot/</link>
    <description>Wie viele andere schockiert mich diese Nachricht auch. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Enke war immer einer, der nie viel Aufhebens um sich selbst machte und sich ohne persönliche Eitelkeiten seine Ausnahmeposition erarbeitete - eine Sache, die es im Fußball nur noch selten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird uns allen fehlen.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-10T20:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/zwei-herzen-schlagen-ach-in-meiner-brust/">
    <title>Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/zwei-herzen-schlagen-ach-in-meiner-brust/</link>
    <description>Einerseits hätte ich Philipp Lahm am Samstag gerne zum Teufel gewünscht, wirklich wahr. Denn so ein Interview (zum Inhalt komme ich gleich) gibt man einfach nicht, vor allem, wenn es gerade ohnehin unruhig ist ob der sportlichen Turbulenzen. Und wenn man selbst in letzter Zeit einen ziemlich Dreck zusammenspielt, dann sollte man eigentlich auch mal die Klappe halten. Soviel zur Art und Weise: Geht gar nicht, gibt Geldstrafe und etwas Ärger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr aber auch nicht, denn in der Sache hat Lahm völlig Recht. Und das scheint wohl auch den Verantwortlichen nicht verborgen geblieben zu sein (so hoffe ich zumindest), sonst hätte eine solche Aktion nicht nur eine Geldstrafe, sondern auch eine vereinsinterne Suspendierung für ein paar Spiele nach sich gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unseren Vize-Kapitän (und das sollte man bei der Angelegenheit nicht vergessen) geritten hat, der SZ dieses Interview zu geben, wird wohl sein Geheimnis blieben, aber immerhin zeigt es ja, dass sich da ein Spieler ernsthaft Sorgen um Wohl und Wehe seines Vereins macht. Von daher ist er wohl näher bei den meisten Fans als viele andere seiner Mitspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich das schockierendste an dem Gespräch war Lahms Aussage, dass einige seiner Mitspieler scheinbar nicht mit Kritik an ihrer Leistung bei der Analyse des letzten Spiels umgehen können. Ich will ja nicht, dass eine Atmosphäre herrscht, in der jeder nur auf jeden draufhaut, aber wenn man es als Fußballspieler nicht verkraften kann, dass einem der Trainer sagt, was man denn falsch gemacht habe, dann frage ich mich echt, ob diese Spieler nicht den verkehrten Beruf haben (von der Vereinswahl ganz zu schweigen). Normalerweise sollten die doch gerade nach einem Jahr Klinsmann froh sein, dass hier einer mal Klartext spricht und schlechte Leistungen direkt analysiert und anspricht; denn nur so kann man etwas verbessern. Wenn Probleme nicht als solche identifiziert werden, dann kann man auch nix dagegen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt mir mittlerweile so vor, als würde sich ein Graben durch die Mannschaft ziehen: auf der einen Seite all diejenigen, die mit dem Trainer nicht zurecht kommen, weil sie lieber in Watte gepackt werden wollen; auf der anderen Seite dann diejenigen, die es sich nicht bequem machen, sondern mit dem Verein weiterkommen wollen, damit man in nicht allzu ferner Zukunft wieder zu alter Stärke findet. Lahm hat sich dieses Wochenende zum Rädelsführer der letzteren Gruppe aufgeschwungen, während Luca Toni als beleidigte italienische Leberwurst wohl zur anderen Seite gewechselt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es denn überhaupt was Positives aus diesem ganzen Tumult herausspringt, dann die Tatsache, dass der allgemeine Fokus nun etwas vom Trainer genommen zu sein scheint, weil ja DAS INTERVIEW und Lucas Abgang momentan die größere Aufmerksamkeit generieren. Ich gönne van Gaal das auch, denn er kommt mir zur Zeit wie der ärmste Sau vor, die sich neben den sportlichen Problemen nun auch noch mit solchen Nebenkriegsschauplätzen herumschlagen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht können wir zum Abschluss ja sogar noch über Fußball sprechen. Geändert hat sich rein vom Ergebnis und vom Spielverlauf her zwar nicht viel: viel Ballbesitz, dominant, dämliches Gegentor, eine haarsträubende Mischung aus Pech und Unvermögen im Abschluss und immer noch ein kreatives Loch im Mittelfeld. Ich hoffe aber, dass eine Sache bleibt: weder Braafheid noch Pranjic auf links, sondern Badstuber. Auf kurz oder lang muss Lahm jedoch wieder auf seinen angestammten Platz als linker Außenverteidiger zurückkehren; den entsprechende Beweis hat er am Samstag ja sogar selber geliefert: Er ist da einfach wesentlich besser als auf rechts. In dem Zusammenhang könnte man ja mal auch Demichelis als Rechtsverteidiger ausprobieren. Nur mal so eine Idee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt bin ich in den letzten Wochen einfach nur sehr müde geworden und (wer hätte das gedacht) freue mich über die aktuelle Länderspielpause, in der man einiges mit ein wenig Abstand betrachten kann. Andererseits weiß ich auch jetzt schon, dass es mich spätestens nächsten Samstag ärgert, dass statt Ligafußball nur ein Testspiel gegen Chile und ein paar andere Quali-Spiele anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T00:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/ein-lebloser-sauhaufen/">
    <title>Ein lebloser Sauhaufen</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/ein-lebloser-sauhaufen/</link>
    <description>Das letzte Mal, als ich ähnlich deprimiert da saß und auch am nächsten Tag immer noch nicht so ganz begreifen konnte, was da eigentlich passiert war, ist noch &lt;a href=&quot;http://elmarinho.twoday.net/stories/ratlos-fassungslos/&quot;&gt;gar nicht so lange her&lt;/a&gt;. Immerhin hieß der Gegner damals Barcelona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern war es nur Girondins Bordeaux  das Ergebnis ist im Prinzip das gleiche: raus aus der Champions League (natürlich, wir haben noch eine kleine theoretische Chance, aber nach gestern wars das für mich) und ein lebloser Sauhaufen, in dem sich einige mal fragen sollten, was sie hier eigentlich noch wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen Lichtblicke waren Demichelis, Robben und auch Toni, aber da hört dann das Positive auch schon wieder auf. Klar, wenn Ribéry, Olic und Müller fehlen, Robben dazu noch nicht komplett fit ist, dann erwarte ich nicht das große Offensivspektakel. Was ich aber jederzeit erwarten kann, ist, dass eine Mannschaft sich wehrt und zumindest in der letzten Viertelstunde alles in die Waagschale wirft. Stattdessen passiert das exakte Gegenteil: Es wird weiterhin so gespielt, als führe man selbst mit ein oder zwei Toren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verflucht nochmal, das kanns doch nicht sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Spieler an den Pranger zu stellen, wäre fast schon gemein, weil mit wenigen Ausnahmen gestern alle schlecht waren, aber gerade Philip Lahm ist so ein Kandidat, bei dem mir langsam die Geduld ausgeht. Dass sich Spieler selbst vermarkten wollen, ist ja völlig normal, aber bei ihm nimmt die Häufigkeit etwas selbstgefälliger und vor allem ganz wichtiger Interviews beängstigend zu, was umso lächerlicher wirkt, wenn man sich mal seine Leistungen auf dem Platz in dieser Saison anschaut. Dass er auf rechts für die Offensive weniger bringt, war ja schnell zu sehen, aber mittlerweile hapert es auch ganz gehörig in der Defensive. Was da Bälle verstolpert wurden  meine Herren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ob er der gesamten Fußballwelt gestern unbedingt beweisen wollte, dass es fußballerisch bei ihm zu nicht viel reicht, zauberte ein gewisser Pranjic gestern Flanken und andere Kunststücke aus dem Hut, für die man selbst in der C-Klasse zur Sau gemacht wird. Daneben sieht Braafheid wie ein Flankengott aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Mittelfeld wird der Ball generell verwaltet anstatt gespielt. Und da wären wir wieder beim altbekannten Problem. Was hilft mir unglaublich viel Ballbesitz, wenn ich nix draus mache? Wieso schiebe ich den Ball lieber nochmal quer oder sogar nach hinten, wenn dringend ein Tor fallen muss? Und warum wird dieser grausame Sicherheitsfußball (der paradoxerweise auch noch zu Gegentoren führt) auch noch dann durchgezogen, wenn es eh schon fast egal ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegts am Trainer? Ich weiß es nicht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er den Spielern verbietet, mal aufs Tor zu schießen. Ich denke auch nicht, dass er es untersagt, zu völlig freistehenden Mitspielern auf die Außen zu spielen. Davon war nämlich gar nichts zu sehen gestern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gestern auch die Herren in der Führungsetage nun geschnallt haben sollten, ist die Tatsache, dass der Kader absolut unausgewogen ist. Nach den Top-Spielern ist ein massiver Leistungsabfall zu sehen, der die Ersatzbank zu einer Ansammlung von Drittligaspielern verkommen lässt, die (mit wenigen Ausnahmen) alles andere als eine Verstärkung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie dreht sich alles grad im Kreis, so dass es mir schwerfällt, das gestrige Spiel und die aktuelle Lage noch weiter zu analysieren. Stattdessen denke ich die nächsten Tage lieber mal nicht allzu intensiv über den FCB nach und freu mich auf das Spiele gegen Schalke.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T10:43:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/wenn-es-doch-nur-keinen-konjunktiv-gaebe/">
    <title>Wenn es doch nur keinen Konjunktiv gäbe</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/wenn-es-doch-nur-keinen-konjunktiv-gaebe/</link>
    <description>Der Fußball findet ja bekanntlich im Indikativ statt und daher sparen wir uns mal lieber die Gedankenspiele, was gewesen wäre, wenn der FCB dann doch in Stuttgart gewinnen hätte können. Nur mal so am Rande: Nur noch zwei Punkte auf Platz eins wärens gewesen. So sinds immer noch vier, was angesichts der acht Punkte, die es schon mal waren, immer noch ok ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Tendenz in den letzten Partien klar nach oben ging, hatte ich kein 100%ig gutes Gefühl vor dem Spiel in Stuttgart, denn die Ausgangslage war eigentlich zu gut: Bayern im Aufwind, Stuttgart im freien Fall. Dazu gaben die Konkurrenten vor uns teilweise überraschend Punkte ab. Eigentlich müsste ich jetzt schäumen und mich über mangelnde Einstellung beklagen, aber andererseits wurde am Samstag eben auch wieder klar, dass die Mannschaft wohl noch nicht ganz so weit ist, wie sie für Gewaltakte und herbeigewollte Siege sein müsste. Bei allen Offensivbemühungen wurde weiterhin ziemlich defensiv gedacht. So kams mir zumindest vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tor von Toni kurz vor Schluss wäre natürlich die Krönung und Wasser auf die Mühlen all derer gewesen, die das vielbeschworene Bayern-Dusel wieder zurückkommen sahen. Das wäre dann auch dem Linienrichter zu heikel geworden  und so entscheiden wir lieber mal auf Abseits. Hoppla, das hört sich jetzt schon wieder zu stark nach Verschwörungstheorie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da muss die Mannschaft noch dazu lernen. Im Ligaspiel gegen Frankfurt hat das beständige Spielen dazu geführt, dass am Ende der verdiente Siegtreffer heraussprang. Aber darauf sollte man sich nicht immer verlassen. Stattdessen sollte man von Anfang an oder zumindest schon viel früher so viel Druck aufbauen und diesen auch beständig hoch halten, dass der Gegner irgendwann nicht mehr kann. Dann muss man sich auch nicht über fünf Zentimeter hin oder her bei einer Abseitsentscheidung ärgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woran liegts? Schwer zu sagen. Vom fußballerischen Grundgerüst schaut das alles sehr schön aus: Ordnung, klare Aufgabenverteilung, Spielkontrolle. Was momentan fehlt ist einerseits dieser allerletzte Zwang, mit dem die verdammte Kugel zum Schluss dann doch über die Linie gedrückt wird. Andererseits auch die überraschenden, kreativen Elemente, mit denen aus dem aktuellen Kader keiner aufwarten kann. Und dies ist nicht als Vorwurf an Mannschaft oder Trainer zu verstehen, bitteschön. Wenn man sich unser aktuelles Mittelfeld mal anschaut, dann sollte einem schnell klar werden, dass man mit spielerischer Brillanz und Tempo-Dribblings da erst mal nicht rechnen braucht: van Bommel, Tymoschtschuk, Schweinsteiger; der Einzige, der noch für lichte Momente sorgen kann, ist Müller  aber halt auch nicht ganz alleine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin in diesem Fall da ganz bei Uli Hoeneß, der völlig zu Recht darauf hinweist, dass dem FCB ohne Ribéry und Robben halt ein nicht zu ersetzender Bestandteil fehlt. Und so muss man halt das Beste aus der aktuellen Situation machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte hier wirklich nicht alles schönreden, aber man hat am Samstag doch ganz deutlich gesehen, dass viele Spieler immer noch mehr damit beschäftigt sind, die Grundordnung und das Spielsystem zu wahren als im Hurrastil mit der Brechstange permanent nach vorne zu laufen. Letzteres mag zwar ganz nett anzuschauen sein und manchmal auch die nötigen Ergebnisse liefern, aber ich denke, dass viele in dieser Hinsicht arg gebrannte Kinder aus dem Vorjahr sind, die das Spektakel erst mal lieber nach hinten stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so möchte ich auch mit einer positiven Note schließen: Tymoschtschuk. Was hab ich mich über den in den letzten Wochen aufgeregt. Keine Übersicht, Fehlpässe, langsam. Und jetzt? Wie ausgewechselt. Da scheint einer verstanden zu haben, um was es hier geht und wie man in der Mannschaft bleibt. Und sowas freut mich immer immens (ähnlich wie es mich vorher genervt hat), denn solche Entwicklungen sind mit Blick auf die restliche Situation absolut essentiell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass momentan eine Phase der Konsolidierung eintritt, sieht man sogar an Braafheid. Ja, auch bei ihm kann man eine Steigerung feststellen. Er verstolpert zwar immer noch Bälle und hat bei manchen Flanken ein katastrophales Stellungsspiel, aber zumindest in der Vorwärtsbewegung klappt das alles schon viel besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie haben wir zwar in letzter Zeit nur noch solche Wochen, aber die nächsten beiden Heimspiele habens auch schon wieder in sich. Morgen gegen Bordeaux werden, so wies momentan aussieht, in der Champions League die Weichen für den weiteren Weg gestellt; und am Samstag kommt Schalke 04  also die nächste Möglichkeit, Boden gutzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe die momentane Lage zwar nicht rosarot, aber auch nicht ganz so dramatisch. Man sollte zwar, wie oben schon erwähnt, im Indikativ bleiben, aber die Aussicht, dass jetzt zumindest Robben wieder mitspielt und irgendwann auch Ribéry, lässt mich definitiv ruhiger schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer weiß, vielleicht wirds ja mit &lt;a href=&quot;http://bundesliga.t-online.de/bundesliga-uli-hoeness-kuendigt-bayerns-tabellenfuehrung-noch-vor-weihnachten-an/id_20402676/index&quot;&gt;Ulis Weihnachtswunsch&lt;/a&gt; ja doch noch was.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T11:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/schadenfreude-auf-bayerisch/">
    <title>Schadenfreude auf bayerisch</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/schadenfreude-auf-bayerisch/</link>
    <description>Selten konnte man in letzter Zeit ein Spiel des FCB so entspannt verfolgen. Die Tore fallen, der Gegner bricht auseinander und zähneknirschend gibt sogar Marcel Reif zu, dass das da gar nicht mal so schlecht ist, was die Bayern hier abziehen. Gekrönt wird das Ganze dann noch von einer Kneipe, in der sich Bremer, Lauterer, Turner und vielleicht sogar ein paar Schalker versammelt haben, um DER SENSATION beizuwohnen. Tja, liebe Leute, da habt ihr geifernd eure Messer zu früh gewetzt, denn so einfach gings dann doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil wir gerade bei Schadenfreude sind: Es war schon fast eine Augendweide, wie Thomas Müller den Franz (also den Maik jetzt, nicht den Kaiser) ein ums andere Mal nass gemacht hat. Nicht dass ich was gegen den ehemaligen Karlsruher hätte, im Gegenteil; aber die Fouls vom letzten Samstag hatte ich auch noch nicht vergessen (auch wenn Müller durch seine Flugeinlagen da natürlich mit Schuld dran war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marcel Reif durfte als Kommentator natürlich nicht fehlen, und da gab es ja diese schöne Kolumne vor dem Spiel, in der er sich in aller Deutlichkeit mit van Gaal und seiner bisherigen Arbeit beim FCB auseinander setzt  selbstverständlich in altbewährter Reifscher Objektivität, die ihn immer dann ergreift, wenn die Roten aus München das Thema sind. Umso verwunderter durfte man dann schon ob des engelszungengleichen Lobes sein, das die Silberlocke für unser Spiel parat hatte. Möglicherweise war es nur meine spezielle Wahrnehmung, aber ich glaube gehört zu haben, dass er sich gleichzeitig einen Kugelschreiber in die Hand gerammt hat, um diesen Schmerz zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches hätte auch gut und gerne Olaf Thon widerfahren dürfen. Dass gerade in turbulenteren Zeiten jeder, der irgendwann mal was mit dem FCB zu tun hatte (und sei es nur als Zeugwart des Kreisligisten, bei dem man vor fünf Jahren mal ein Vorbereitungsspiel gemacht hat), aus seinem Kämmerlein kommt und seinen alten Senf abgibt, ist ja ein normaler Vorgang, der an mir abperlt; aber wenn ehemalige Spieler sich zu Statements wie van Bommel ist überschätzt oder diesen Pass hätte ich ihm nicht zugetraut aufschwingen, dann steigt auch bei mir kurzfristig der Blutdruck und ich mache mal wieder die Schublade mit der Aufschrift Nicht mal Greenkeeper auf... Furchtbar, sowas, wurde auch zu Recht von van Bommel höchstselbst Lügen gestraft. Aber das ist wohl Thons schlechter Umgang auf Schalke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sich hineinlachen wird zur Zeit wohl auch van Gaal. Sein Weg kam und kommt ja bei vielen noch nicht so gut an, wobei man bei Gomez fairerweise sagen muss, dass er sich einwandfrei verhält und hier keinen auf beleidigte Leberwurst macht; so kommt es mir zumindest vor. Dass er sich das anders vorgestellt hat, ist ja nur zu logisch. Der kommt als Nationalstürmer für einen Haufen Geld und mit 24 Toren im Gepäck nach München, trifft am Anfang auch noch und wird aber ob seines ansonsten eher durchschnittlichen Spiels auf die Bank gesetzt. Da machen wohl nur Geißböcke einen auf gute Laune. Und das ist auch gut so. Sympathisch auch, dass er nicht aufgestellt werden will, weil der Trainer Mitleid mit ihm hat (Ex-Verein und so), sondern weil er es sich durch Leistung verdient hat. Gomez muss sich nur ein Beispiel an Luca Toni nehmen, um zu sehen, wie man es bei van Gaal wieder in die Mannschaft schafft, auch wenn ihn viele schon auf dem Weg nach Italien sahen: Einsatz, kämpfen, beißen und sich für nix zu schade sein. Und gerade das hat man bei Gomez in letzter Zeit vermisst, denn es muss ihm jetzt egal sein, ob er zehn oder zwanzig Minuten vor Schluss bei welchem Spielstand auch immer reinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz anders dagegen Demichelis, der immer noch in dem Glauben ist, einen Stammplatz im Vertrag stehen zu haben. Auch hier sollte ein Blick zu Toni genügen. Der hat nämlich auch erst wieder gespielt, als er sich seinen Startplatz verdient hatte. Da hats Micho natürlich gerade ziemlich schwer, weil unsere Innenverteidigung mit van Buyten (nur mal angenommen, man würde ihm eine Totengräberkluft geben: er würde ausschauen wie The Undertaker, oder?) und Badstuber momentan ganz gut funktioniert. Da muss er auch mal die Klappe halten und nicht zur nächsten Zeitung rennen, wenn ihm was nicht passt. Aber auch das ist ja bei ihm nix Neues. Schade, eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag zur Güte: Wie wärs, wenn wir ihn mal als rechten Verteidiger ausprobieren (Lahm dann wieder auf links), denn recht viel schlechter als die bisherigen Varianten kanns ja auch nicht sein. Warum Braafheid immer wieder spielt, ist mir einfach schleierhaft; andererseits ist Pranjic auch nicht gerade die Wucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen sind die beiden wohl die legitimen Nachfolger von Lell und Oddo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielt der eine, wünscht man sich den anderen.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-31T10:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/der-boese-geist-ist-wieder-da/">
    <title>Der böse Geist ist wieder da</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/der-boese-geist-ist-wieder-da/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/bayern/2009/10/25/marcel-reif/nagelt-gegen-bayer-trainer-van-gaal.html&quot;&gt;&lt;/a&gt;Es war schon paradox. Mein FCB schießt ein Tor, ein wichtiges Tor sogar, und ich steh einfach nur da und tue: nichts. Die letzten Wochen haben Spuren hinterlassen, soviel ist sicher; der Druck war immens. Alles andere als ein Sieg, und der Baum brennt lichterloh; dazu ein Gegner, der in erster Linie mal auf Verhinderung aus ist, was ja nie besonders schön ist. Aber legitim. Und da kann ich einfach nicht verstehen, warum man sich darüber immer noch mokieren muss. Es ist ja nicht so, dass das ein neuer Trend wäre. So geht das schon seit ein paar Jahren, nur mittlerweile tut sich der FCB mit solchen Gegnern immer schwerer, vor allem wenn im Mittelfeld keine kreativen Leute auf dem Platz sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn auch wenn er gestern mal wirklich grottig war, darf man von Schweinsteiger sowas nicht erwarten; das war er nie, das wird er nie sein. Tymo noch weniger. Man sollte ja den Stab nicht zu schnell über einzelnen Spielern brechen, aber der bleibt mittlerweile schon arg weit hinter den Erwartungen zurück. Der Tiefpunkt war für mich das gestrige Spiel, dessen Ende er auch dankenswerterweise nicht mehr auf dem Platz verfolgen durfte. Dass ihm besonders die Übersicht abgeht, war gerade in der ersten Hälfte zu erkennen, als er einige Male zu einem völlig freistehenden Lahm auf den rechten Flügel passen hätte können, aber es vorzog, planlos in die Mitte zu flanken oder zu passen, wo schon mehrere Frankfurter warteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Gaals Idee gegen Ende war natürlich schön und kann  je nach Gesinnung  entweder als Beweis seiner Genialität oder als unglaubliches Massl verstanden werden. Für mich wars irgendwie eine Mischung aus beidem. Das Ergebnis (und da hats ja in letzter Zeit oft gehakt) hat jedenfalls gestimmt. Und so können wir nun auch beruhigt nach Frankfurt fahren, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eintracht dasselbe nochmal vor eigenem Publikum probiert, zumal es ja am Ende auch nicht gereicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Erkenntnis sollte sich auch für alle diejenigen eingestellt haben, die auch an Robben schon leichte Zweifel angemeldet hatten. Wieviel dieser Bursche für uns wert ist, hat man nach seiner Einwechslung gesehen, als das Spiel des FCB (gefühlt) allein durch seine Präsenz noch mal ein paar Ecken schneller und für die Eintracht damit endgültig zu schneller wurde. Man darf halt jetzt nur nicht den Fehler machen, der bei Ribéry meines Erachtens viel zu oft gemacht wurde, und Robben nun gleich wieder auf Teufel komm raus voll einzusetzen. Der soll seine Verletzung jetzt noch komplett auskurieren, damit er bald nicht wieder mit Franck zur Reha humpelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist es natürlich schön zu sehen, dass sich nun die üblichen Verdächtigen umso mehr über Bayern auskotzen, weil sie alle schon gedacht haben, dass es mit diesen widerlichen Siegen kurz vor Schluss jetzt doch noch ein Ende haben könnte und die selbsternannten Fußballästheten nun endlich ihre selbstgerechten Schlaf finden, weil sie der böse Geist des FCB nicht mehr permanent umtreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unsere Stürmer betrifft, so sollte auch am Samstag wieder klar geworden sein, wer da vorne momentan die Hosen anhat: unser Luca. Freut mich für ihn ja besonders, da er ja anfangs schon leiden musste, aber sich auch für die dritte Liga nicht zu schade war. Weiter abzurutschen droht allerdings Klose, denn irgendwann reicht es halt nicht mehr, wenn als Spielbeurteilung zum zigsten Mal bemüht, mit Einsatzwillen, etc. dasteht, denn Tore schießen darf er nach wie vor, oder? Und überhaupt spielte ja gegen Ende kurz mal eine Variante, die ich gerade gegen Verhinderer ja schon viel früher mal hätte sehen wollen: die Zwei Türme, Luca und Mario. Man muss jetzt keinen Trainerschein haben, um sich ausmalen zu können, dass zwei großgewachsene Wühler, die sich beide (!) im Strafraum gegen verkappte Handballmannschaften voll reinhauen, schon mal ein Loch reißen, einen reinwurschteln oder von mir aus auch nur einen Abpraller abstauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wären wir schon beim nächsten, teilweise positiven Punkt des gestrigen Spiels: Es wird wieder geschossen. Endlich, möchte ich hinzufügen, denn es bedurfte mal wieder einer kompletten Halbzeit, bis der gemeine Schuss als adäquates und auch durchaus legitimes Mittel zum Torerfolg entdeckt und auch akzeptiert wurde. Mehr davon, bitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm, rückblickend eigentlich gar kein so übler Kick, auch wenn mein allgemeines Befinden nach dem Spiel das Ganze nicht so wiederspiegelte; muss wohl wirklich an den letzten Wochen gelegen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil wir vorher schon bei Geistern waren (um diese Jahreszeit natürlich gerne genommen): Vielleicht schafft es die Mannschaft ja doch wieder, den alten Geist der Dusel-Bayern zu beschwören, die grauenhaften Fußball spielen und ihre Erfolge nur einer ganz großen Verschwörung zu verdanken haben, an der neben Uli Hoeneß sicher auch der Fußballgott beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles also wie gehabt.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-25T17:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/kartenhaeuser/">
    <title>Kartenhäuser</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/kartenhaeuser/</link>
    <description>Es hätte alles so schön werden können. Ein gemütlicher Abend mit in der Kneipe, der FCB geht gleich zu Beginn in Führung  und dann begann leider das Fußballspiel erst so richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist van Gaal ja ein ausgewiesener Fachmann, dem es unverkennbar gelungen ist, in einen Hühnerhaufen wieder Ordnung hineinzubringen, so dass man den Gegner oft durch schieren Ballbesitz und gute Organisation dominiert  so gesehen schon oft in der Saison, nur manchmal ohne die nötigen Tore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon war leider am Mittwoch so gar nichts zu sehen. Das gesamte Mittelfeld bewegte sich wie eine Ausgeburt der Chaostheorie; dabei war es egal, ob die Bewegung nach vorne oder hinten ging  von einem Plan, einer Ordnung oder irgendwas in der Richtung überhaupt keine Spur. Wir saßen nach dem Spiel noch lange zusammen und rätselten, woran es denn gelegen haben mag. Einig waren wir uns dabei nie und irgendwann schien das Ganze auch egal. Es war unterm Strich eine vollkommen desolate Leistung, bei der sich keiner besonders hervortat, weder im Guten noch im Schlechten  insofern eine geschlossene Mannschaftsleistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch wenn ich nach wie vor voll vom Trainer überzeugt bin, so stellten sich beim Blick auf die Aufstellung vor dem Spiel zumindest leichte Zweifel bei mir ein. Da fallen unsere beiden wichtigsten Kreativspieler im Mittelfeld aus, aber es wird weiter am 4-3-3 festgehalten. Ich finde das System ja auch klasse, aber wenn der zur Verfügung stehende Kader das nicht hergibt, dann muss man halt auch mal was Anderes probieren. Haben wir nicht in Freiburg mit 4-4-2 inklusive Doppelsechs gespielt? Sicher, Freiburg kann man nun wahrlich nicht mit Bordeaux vergleichen, aber gerade wenn man personell etwas angeschlagen in der Champions League auswärts beim stärksten Gruppengegner (und das hätte einem auch schon vorher klar sein müssen) antritt, dann sollte man selbst vielleicht nicht gleich mit gezückter Klinge nach vorn laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann kam ja das frühe Tor und alles schien in Butter. Was darauf folgte, war mit dem Einsturz eines Kartenhauses vergleichbar: Erst wackeln ein paar Teile und dann bricht das Ganze immer schneller zusammen. Von daher war das 2-1 zur Pause äußerst glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Müllers Platzverweis sei nur soviel gesagt: Er kann beim zweiten Foul von Glück reden, dass er nur nochmal Gelb und nicht glatt Rot sah, was eine längere Sperre zur Konsequenz gehabt hätte. Bei all dem, was über den Burschen in den letzten Tagen und Wochen hereingebrochen war, ist es natürlich kein Wunder, dass er jetzt erst recht zeigen will, dass er sich von sowas nicht ablenken lässt. Vielleicht tut ihm dieser Denkzettel jetzt mal ganz gut. Der Bruch war diese Aktion für das Bayernspiel aber sicher nicht, denn der kam irgendwie mit dem Führungstreffer. Genau hier hätte man sich auf das verlegen müssen, was in den letzten Wochen so wunderbar geklappt hat: Ballbesitz, Ballbesitz, Ballbesitz  denn wenn wir die Kugel haben, kann der Gegner kein Tor schießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen servierte man Bordeaux die erste Halbzeit auf dem Silbertablett, ohne auch nur irgendwelche Anstalten zu machen, daran bald etwas zu ändern. Dass dann nach der Pause noch sowas wie Aufbäumen kam, ist zwar schön, aber es offenbarte auch wieder die Hilflosigkeit des Teams an diesem Abend. Und sowas gibt mir einfach Rätsel auf. Wie kann eine Mannschaft, die scheinbar einen Plan hat und diesen auch konsequent versucht umzusetzen (wie z.B. gegen Juve), so auseinanderfallen? Auch zwei Tage später weiß ich darauf keine plausible Antwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht (hoffentlich) lässt sich das ganze ja in die Schublade mit diesen Abenden legen, an denen gar nix klappt und alles auch noch einen sehr grotesken Verlauf nimmt (s. Butt und die Elfmeter). Ich hoffe inständig, die Mannschaft kann diese vorsichtig optimistische Einschätzung bestätigen, denn bei einem Blick auf den Spielplan fröstelts mich schon ein wenig: zwei Spiele gegen die Verhinderer aus Frankfurt, dann auswärts in Stuttgart (für die sind wir doch sicher dann der richtige Aufbaugegner), darauf das Schlüsselspiel gegen Bordeaux und zum Abschluss ein Heimspiel gegen Schlake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist erst mal Länderspielpause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das dann gut oder schlecht ist, werden wir ja sehen.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-23T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/man-kann-es-nicht-allen-recht-machen/">
    <title>Man kann es nicht allen recht machen</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/man-kann-es-nicht-allen-recht-machen/</link>
    <description>Man versammelte sich also am Samstag zum fröhlichen Minutenzählen, und mit jeder Minute wuchs die pure Freude, den FCB wieder an einer Betonabwehr verzweifeln zu sehen. Aber dann gewann der FCB doch und das passte auch wieder keinem. Und so muss man, wenn einem schon das Ergebnis nicht passt, halt &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/sport/26/491393/text/&quot;&gt;über die Art und Weise stänkern&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wir uns im Vorfeld nicht falsch verstehen: Ich hätte auch gerne offensiven Zauberfußball gepaart mit einer bombenfesten Abwehr und hundertprozentiger Effizienz. Aber mal ganz ehrlich: Wann und wo bekommt man das schon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade wenn man sich die Voraussetzungen des FCB am Samstag anschaut, war nichts anderes als ein unspektakulärer Sieg zu erwarten: van Bommel und Toni nach langer Zeit wieder mit dabei und mit Ribéry, Robben und Olic quasi unser gesamtes offensives Mittelfeld verletzt. Wie kann man da nur ein rauschendes Fußballfest erwarten? Gerade nach den letzten Ergebnissen war doch klar, dass auf schönen Fußball erst mal gepfiffen ist. Darüber mache ich mir wieder Gedanken, wenn wir auch gegen extrem defensiv ausgerichtete Gegner wieder sicher Tore schießen. Außerdem gab das Personal auch nicht mehr her: van Bommel und Tymo sind sicher keine Kreativ-Götter, Müller nicht der klassische Dribbler und Schweinsteiger hat seine Stärken auch eher im defensiven Bereich, was jetzt endlich auch mal erkannt wurde, weshalb der Junge auch weiterhin gut spielt  schlechte Standards hin oder her, aber da ist ja fast die ganze Mannschaft beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch lustig in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass sich auch gerne über Thomas Müller mokiert wird, und zwar gerade weil er trifft und der sog. Multimillionenangriff nicht. Wie war das noch vor nicht allzu langer Zeit? Die Nachwuchsarbeit des FCB ist eh für den Kübel, da die eigenen Spieler eh nix werden und sich bei den Profis nicht durchsetzen können. Wenn ich mich recht erinnere, spielten gegen Juve und Köln Lahm, Badstuber, Ottl, Schweinsteiger und Müller von Anfang an. Ottl ist zwar mit Sicherheit keine Stammkraft, aber auch ihn konnte man bedenkenlos in solchen Spielen einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches Unverständnis rufen bei mir auch immer die vernichtenden Urteile zu Klose hervor, die man ja auch in schöner Regelmäßigkeit lesen darf. Klar werden Stürmer in erster Linie an Toren gemessen, aber das entspricht Kloses Spielt halt nur bedingt, was man ja auch am Samstag wieder gesehen hat. Er ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von Luca Toni, denn er geht auch mal weiter nach hinten und steht nicht nur vorne rum. Das soll allerdings keine Kritik an Toni sein, denn am Samstag hat man auch gesehen, wo sein Vorteil gegenüber Gomez momentan ist: Er haut sich mehr rein und sorgt ständig für Unruhe, sobald der Ball auch nur in seine Nähe kommt. Und auch wenn dabei oft nicht viel rauskommt, so ist es doch genau dieser permanente Wühler, den man gegen Mannschaften wie Freiburg, Köln oder auch Frankfurt nächstes Wochenende braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will ja nicht behaupten, dass beim FCB momentan alles toll ist. Gerade gegen Maurermeistermannschaften muss man neben den schon fast obligatorischen 70 % Ballbesitz auch mal mehr Tore erreichen. Und da würde es schon auch helfen, wenn man die Eitelkeiten mal zur Seite kehrt und so lange aus der zweiten Reihe aufs Tor feuert, bis das Ding reingeht, ein Abpraller abgestaubt oder das Ding von mir aus auch abgefälscht wird. Gerade wenn ich mir die abschließenden Schussübungen beim Aufwärmen anschaue, wird doch klar, dass wirklich jeder über einen Mordsschuss verfügt, der aber leider nie genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was morgen allerdings kommt, ist für mich die schwerste Begegnung in der gesamten Hinrunde. Der Gegner wird zwar sicher nicht so defensiv daherkommen wie unsere letzten Kontrahenten, aber dafür ist die Kreativität auch wieder dünn gesät: Ribéry, Robben und Olic fehlen weiterhin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die selbsternannten Fußballästheten der schreibenden Zunft können also beruhigt sein: Es wird wieder was zum Stänkern geben.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-20T07:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/schiessen-einfach-schiessen/">
    <title>Schießen, einfach schießen</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/schiessen-einfach-schiessen/</link>
    <description>Erst Wiesn, dann krank (ich streite nach wie vor ab, dass die beiden irgendwie miteinander verbunden sind), daher kurz mal Sendepause. Aber dafür stehen jetzt wieder Länderspiele an, und da hat man als Vereinsfan ja wieder mehr Zeit. Beispielsweise, um die aktuelle Situation des FCB ein wenig zu beleuchten. Zugegeben, der Blick auf die Tabelle nervt schon, vor allem wenn man bedenkt, wie da in letzter Zeit Punkte hergegeben wurden. Schönreden ist da auch nicht mehr wirklich drin, auch wenn ich die momentane Lage immer noch nicht so übel sehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher, wir haben momentan eine leichte, hüstel, Torflaute, die uns dämliche Unentschieden und Niederlagen beschert. Hinzu kommt, dass am letzten Samstag wohl allesamt auf einmal das Flanken verlernt hatten (vorausgesetzt, sie konnten es jemals). Aber viel eklatanter war die Erkenntnis, dass selbst gegen den personifizierten Beton aus Köln sich alle zu schade waren, einfach mal schnöde draufzuhauen. Wenn sich ein Gegner schon nicht zu blöd ist, in diese kindliche Verhinderungshaltung zurückzufallen, dann muss man auch mal die groben Keulen auspacken, vor allem wenn schnell klar wird, dass die Flankengeber wohl das Zielwasser vergessen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen wird der Ball immer und immer wieder quergeschoben, bis sich ein Kölner doch mal hintraut. Mir ist schon klar, dass bei dieser Herangehensweise auch mit viel Verlust gearbeitet wird, da einige Schüsse sicher abgeblockt werden; aber andererseits ist es bei mehr Schüssen umso wahrscheinlicher, dass ein Ball auch mal abgefälscht wird oder der Keeper mal einen vor unserer Stürmer Füße fallen lässt und sogar die mal wieder treffen. &lt;a href=&quot;http://mingarot.wordpress.com/2009/10/04/fusball-wie-ein-samstagnachmittaglicher-familienausflug-in-den-potts-park/&quot;&gt;Mingablog &lt;/a&gt;spricht mir da aus der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird wieder klar, dass momentan (Ribéry hin, Robben her) vor allem zwei Spieler besonders fehlen: Mark van Bommel und Luca Toni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Kapitän besticht vielleicht nicht unbedingt zur seine brillanten technischen Fähigkeiten, dafür ist er sich in guter Drecksau-Manier auch nicht zu schlecht, auch mal außerhalb des Sechzehners einen aufs Tor zu wuchten. Und Luca? Tja, der eiert zwar gerne mal vorne ein wenig rum (vor allem, wenn er den Ball außerhalb des Sechzehners bekommt), aber dafür ist er halt auch einer dieser Stürmer, die sich so unorthodox bewegen, dass sie immer irgendwie einen reindrücken können. Das sieht zwar oft weder schön noch spektakulär aus, aber das kann einem am Ende (vor allem Gegner wie Köln) dann egal sein. Mir ist es das zumindest. Auf schönes Spiel ist wirklich gepfiffen, solange man nicht gewinnt. Denn hinter dieser leeren Phrase verstecken sich sonst nur die Bremer oder Hoffenheimer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer will schon so werden wie die?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten ist es schon fast bewundernswert, was für eine relative Ruhe bei all den Wasserstandsmeldungen und Mittelfeldplätzen in der Tabelle noch bewahrt wird. Ein Vergleich mit van Gaals Vorgänger um exakt diese Jahreszeit verbietet sich eigentlich schon fast, aber andererseits ist er auch sehr aufschlussreich, da hier neben dem fußballerischen auch ein lautstärketechnischer Unterschied herrscht. Es ist alles irgendwie ruhiger geworden  und damit angenehmer. Allein das ist schon ein Gewinn. Und wenn die Herrschaften auf dem Platz den Ball zur Abwechslung mal nicht ins Tor tragen wollen, dann passen die Ergebnisse (um die es unterm Strich ja dann doch geht) auch wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei all dem Ärger gibt es nämlich immer noch positive Sachen zu vermerken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schweinsteiger scheint sich formtechnisch zu konsolidieren. Was in den letzten Jahren schon fast eine Beleidigung gewesen wäre, nimmt sich nun als astreines Kompliment aus. Der Junge macht und tut und ist im Mittelfeld ein echter Rückhalt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lahm scheint sich langsam auf seiner rechten Außenverteidigerposition zurecht zu finden, so dass auch wieder mehr effektive Vorstöße nach vorne gelingen. Überhaupt arbeitet die ganze Defensive äußerst zuverlässig, so dass man nicht immer einen Herzkasperl bekommen muss, wenn der Gegner angreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungen im Allgemeinen: Über Müller und Badstuber gab es in den letzten Wochen ohnehin nur Positives zu berichten, aber eins muss noch erwähnt werden. Wenn man sieht, wie enttäuscht  und sauer die jungen Spieler nach dem Abpfiff gegen Köln waren, dann spricht das so dermaßen für sie, dass einem trotz des Ergebnisses fast das Herz aufgehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gesagt, gut dass Länderspielpause ist, da kann man mal einiges sacken lassen und muss sich nicht immer über Köln ärgern.</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T09:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/verloren-na-und/">
    <title>Verloren. Na und?</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/verloren-na-und/</link>
    <description>So eine Reaktion wäre schon fast unter Trotz zu verbuchen, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Sicher, die Niederlage gegen den HSV am Samstag nervt tierisch und war auch ein klein wenig unnötig, aber so ein Spiel kann man andererseits auch mal eher verlieren als eine Partie gegen, sagen wir mal, Hertha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Spiels musste ich ausnahmsweise Marcel Reif sogar Recht geben, der ein gutes Spiel zweier mehr oder minder gleichwertiger Mannschaften sah, dessen Tormangel kein Problem darstellte. Nur den Begriff Schach hat er ein wenig überstrapaziert, aber seis drum. Wer braucht schon einen Kommentator?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht konnte ich das Spiel und das Drumherum danach auch wegen der Wahl gestern gut ausblenden, aber irgendwie verfallen nach dieser Niederlage viele Leute &lt;a href=&quot;http://www.breitnigge.de/2009/09/26/da-haben-die-bayern-in-hamburg-endlich-mal-einen-guten-schiedsrichter/#comments&quot;&gt;in ungeahnte Hektik &lt;/a&gt;und reden auf einmal viel schlecht, das so übel gar nicht gewesen ist. Nehmen wir hier mal Breno. Ich kann mich an keine Szene erinnern, wo er komplett versagt und allein ein Tor verschuldet hätte. Dafür, dass es sein erstes ernstzunehmendes Spiel in dieser Saison war (noch dazu in ein einer Dreierkette), hat er eine ordentliche Leistung gezeigt. Überhaupt wird mir auf dem Jungen immer ein bisschen zu viel rumgehackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wie bei Schweinsteiger. Ohne Umschweife: Das war ein schlechtes Spiel von ihm. Dafür waren die letzten Spiele wirklich gut, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollten. Irgendwie ist das schon immer eine lustige Doppelmoral: Wenn Ribéry oder Robben schlecht spielen, dann wird selten und auch meist nur verhalten Kritik geübt, aber bei Schweinsteiger dürfen dann schon mal die Fetzen fliegen. Ich habe mich auch mal gerne über ihn ausgelassen, das war aber auch noch zu Zeiten, wo sich nichts anderes anbot. In dieser Saison (vor allem seit der Umstellung auf 4-3-3 oder Ähnliches) spielt er allerdings viel besser und kann auf dieser Achter-Position seine Stärken ausspielen, die in meinen Augen mehr in Balleroberung und Stellungsspiel liegen. Dass er oft noch zu langsam im Umschalten von Defensive auf Offensive ist, weiß er wohl selber, aber das ist noch lange kein Grund, ihn zum Teufel zu wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders bei Philipp Lahm. Was wurde da (gerne auch von seiner Seite) schon alles gesagt: Auf rechts sei er eh viel besser aufgehoben; in der Nationalmannschaft spiele er das ja auch. Tja, jetzt spielt er beim FCB auf rechts und was passiert? Der Junge ist nur noch ein Schatten seiner selbst; offensiv sowieso, aber mittlerweile auch leider defensiv. Es gibt natürlich meist mehrere Fehlerquellen für ein Tor, aber in dieser Saison ist Lahm schon erstaunlich oft entscheidend darin verwickelt. Am Samstag schenkte er dem einschussbereiten Petric wenig Beachtung und grundsätzlich kann der Gegner relativ unbedrängt Flanken von seiner Seite schlagen. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass es auf der Rechtsverteidigerposition unbedingt Nachholbedarf gibt, denn unsere sog. Außenverteidiger auf der linken Seite siechen zurzeit mehr dahin, als dass sie auch nur ansatzweise Fußball spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Jetzt ist es doch mehr Kritik geworden als mir lieb ist, weswegen ich auf Gomez und seine &lt;a href=&quot;http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/0909/News/fc-bayern-mario-gomez-in-der-kritik-vollgas-rummenigge-hoeness-netzer-lattek.html&quot;&gt;Problemchen &lt;/a&gt;mal verzichten werde. `&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell läuft es trotz der Niederlage doch gar nicht so schlecht. Gerade die ersten 30 Minuten haben gezeigt, dass der FCB so ein Spiel wieder vollkommen dominieren kann. Wäre die Chancenauswertung etwas besser, würden sich viele heute nicht so künstlich aufregen müssen, sondern könnten das Schwärmen der letzten Wochen fortsetzen. Und solche Tage gibts halt auch mal: Da kannst dus noch so oft probieren, irgendwas passt immer nicht. Darüber hinaus hat man schon gemerkt, dass unser Kapitän fehlt, der nach der ersten halben Stunde, als der HSV stärker wurde, die Mannschaft (auf welche Art und Weise auch immer ;-) ) wachgerüttelt hätte, so dass diese Sturm-und-Drang-Phase der Hamburger vielleicht auch gar nicht aufgekommen wäre. Naja, egal; dafür (und hier ist ein wahrer Quantensprung zum letzten Jahr festzustellen) stimmt die Leistung wieder und man muss sich nicht über mangelnden Einsatz und eine horrende Einstellung beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem: Am Mittwoch ist das nächste wichtige Spiel, in dem sich die Mannschaft neu beweisen kann, denn gewurmt hat die Spieler diese Niederlage gewaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das war letzte Saison noch ganz anders</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-28T06:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/das-wochenende-der-unscheinbaren/">
    <title>Das Wochenende der Unscheinbaren</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/das-wochenende-der-unscheinbaren/</link>
    <description>Was für ein schönes Wochenende. Es wird nochmal spätsommerlich warm. Die Wiesn startet. Sonst noch was? Ach ja, der FCB spielt gegen einen sogenannten Fußball-Club aus Nürnberg. Irgendwie ist dieser Vereinsname dann doch irritierend. Fußball-Club. Man könnte tatsächlich auf die Idee kommen, dass der im F enthaltene Sport noch eine Rolle spielt Bevor es hier zu Missverständnissen kommt: Ich hatte nix anderes erwartet und ich will hier auch keinesfalls rumjammern; schließlich ist ein 11-0-0 auch ein legitimes System, das dem FCB auch willkommen ist, wenn man gegen Barca oder sonstwen verteidigen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau hier muss man  trotz Wiesen, etc.  auch mal einhaken dürfen: Endlich stand es irgendwann mal 1-0 und der Bann schien gebrochen. Muss es dann schon wirklich Hacke-Spitze-1-2-3 sein? Nun gut, der Gegner gab bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich Grund zur Besorgnis, aber muss man wirklich so aufreizend lässig spielen? Mit nur einem Tor Vorsprung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, muss (oder soll) man nicht, aber das sind halt die Bayern. Und spätestens bei diesem Satz überkommt jeden geschmeidigen Bayern-Hasser ein leichtes Déjà-vu. Bayern gewinnt wieder, ohne zu brillieren. Verdammt. Das ist doch das, was den FCB vor einigen Jahren wirklich furchtsam erscheinen hat lassen. Nicht nur national, sondern auch international.  Ich bin natürlich weit davon entfernt, den einzigen Verein aus der Weltstadt mit Herz in CL-Titel-Sphären zu heben, aber die letzten Wochen haben schon extrem Bock auf mehr gemacht. Und genau da muss man jetzt ungebrochen weitermachen. Pokal  HSV  Juve. Das ist mal ein Fahrplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne wurde am letzten Wochenende Schweinsteiger zur Sau (sorry, musste mal sein) gemacht. Ich frage mich nur: Warum? Mittlerweile scheint man für ihn die ideale Position gefunden zu haben: etwas defensiver, halblinks, ein klassischer Achter. Und genau das spielt er hervorragend. Dass er auf dieser Position nicht durch spektakuläre Flankenläufe auffällt, ist nur logisch. Dafür haut er sich in der absoluten Drecksarbeit rein, grätscht, kämpft und ackert. Über Flanken und Ecken decken wir mal noch gütigerweise den Mantel des Schweigens. Aber vielleicht bekommt er das ja auch noch in. Ich hab mich wahrlich schon oft über Schweinsteiger ausgekotzt, aber fairerweise muss ich meine Meinung auch mal revidieren: Tolle Entwicklung, richtige Position, eine absolute Verstärkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir gerade bei Lobhudeleien sind: Thomas Müller. Es ist eine absolute Freude, diesem jungen Burschen momentan zuzuschauen. Ballsicher, mit Übersicht und Spielverständnis, engagiert, aber nicht übermotiviert.  Der Junge ist einfach klasse. Aber noch viel klasser ist die Tatsache, dass wir mittlerweile einen Trainer haben, der das alles auch anerkennt und nicht erst mal schaut, wieviel der Typ gekostet hat o.ä. Gerne wird in diesem Zusammenhang auch mal Holger Badstuber vergessen. Ach stimmt, der ist ja nun Stamm-Innenverteidiger  und spielt das mittlerweile für seine Verhältnisse extrem cool runter. Falls doch mal was daneben geht, genießt er bei mir absoluten Welpenschutz. Auch hier steht die Freude am Zuschauen absolut im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und überhaupt, weil wir gerade bei unterschätzten und gerne mal abgeschriebenen Spielern sind, die gute Auftritte und entsprechende Presse schon lange verdient haben: Daniel van Buyten. Was hat es mich für ihn gefreut, dass er diese Woche nicht nur zwei lebenswichtige Tore geschossen, sondern auch mehr als nur solide Leistungen in der Innenverteidigung erbracht hat. Der Typ ist Bayern-Fan und hat es geschafft, für seinen Lieblingsverein zu spielen. Allein das erklärt schon, warum er nach eher wenig befriedigenden Jahren immer noch beim FCB ist und sich auch gerne mal mit der Rolle des Chefübersetzers zufrieden gibt. Daniel, danke für Deine Tore, und ich hoffe, dass Du weiter so stabil hinten drin stehst wie in den letzten Spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Derby-Sieg zum Wiesn-Auftakt gegen den Blubb darf man auch mal fünf Maß gerade sein lassen (weil man unterm Strich eh nur vier Liter bekommt), weshalb sämtliche Ausfälle vom Samstag heute mal ungeschoren davonkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trainer weiß sowieso, wer gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist ungemein beruhigend.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-21T22:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/die-neue-wm-quali-ein-versuch/">
    <title>Die neue WM-Quali. Ein Versuch</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/die-neue-wm-quali-ein-versuch/</link>
    <description>Was immer noch ein wenig für Diskussionsstoff sorgt, ist die Länderspiel-Inflations-Kokolores-FC-Tegernsee-Debatte, die unser Uli ein wenig ins Rollen gebracht hat. Seitdem geistern ja so einige Idee durch den Äther. Und so habe ich mich in einer ruhigen Minute mal hingesetzt und meine Idee zu Papier gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Basis für die weiteren Überlegungen nehmen wir die kommende WM 2010 in Südafrika. In Europa streiten sich 53 Mannschaften um 13 freie Plätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die schon angesprochene Inflation von Länderspielen zu verhindern und deren Anzahl zu verringern, muss eine Vorqualifikation her, welche die großen von den kleinen Fußballzwergen trennt, die dann in einer zweiten Quali-Runde (aus unserer Sicht also DER Qualifikation) in Vierergruppen um die Tickets zu WM kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, entscheidende Runde besteht aus, sagen wir mal, 10 Vierergruppen, in denen der Erstplatzierte jeweils direkt weiterkommt. Die sechs besten Gruppenzweiten tragen Ausscheidungsspiele um die verbleibenden drei Startplätze aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nun in welche und wieviele Quali-Runden muss, wird aufgrund der aktuellen Version des &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Uefa_coefficient#From_after_Euro_2008&quot;&gt;UEFA-Länderrangliste &lt;/a&gt;(nicht Team- oder Ligarangliste) bestimmt. Machen wir mal bei 20 einen Schnitt und ersparen so allen Mannschaften bis einschließlich Norwegen die erste Runde. Das heißt also, dass 33 Mannschaften auf insgesamt 20 reduziert werden müssen, um die oben beschriebenen 10 Vierergruppen aufzufüllen (die ja zur Hälfte schon mit den Top 20 des UEFA-Rangliste besetzt sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier machen wir 7 Vierergruppen und 1 Fünfergruppe, aus denen sich die Gruppenersten und -zweiten direkt für die Hauptrunde qualifizieren. Bleiben also noch vier Plätze, die von den Drittplatzierten in Entscheidungsspielen vollgemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit haben wir unterm Strich 40 Teilnehmer (die Top 20 und die 20 Best-of-the-rest) für die Hauptrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenauslosung funktioniert so auch relativ einfach: In Topf 1 kommen die besten 10 Mannschaften laut &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Uefa_coefficient#From_after_Euro_2008&quot;&gt;UEFA-Liste&lt;/a&gt;; in Topf 2 kommen die Plätze 11-20; der große Rest kommt in Topf 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für die Hauptrunde gesetzten Mannschaften spielen also statt wie bisher 10 Partien nur noch 6 (bzw. 8, wenn Playoffs nötig sind); für diejenigen Mannschaften, welche die Vorqualifikation überstehen sind es 12 Spiele (14, wenn man in der Fünfergruppe ist oder in die Playoffs muss; 16, wenn man in der Fünfergruppe ist und in die Playoffs muss).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann zwar mit den Zahlen noch ein wenig experimentieren (mehr/weniger gesetzte Teams; mehr/weniger Gruppen in der Vor- oder Hauptrunde), aber im Prinzip scheint mir das ein ganz vernünftiges Modell, das man ohne größere Probleme wohl auch in die Praxis umsetzen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Platini, Sie sind dran!</description>
    <dc:creator>elmarinho</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-15T10:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elmarinho.twoday.net/stories/5936891/">
    <title>Fleißbildchen</title>
    <link>http://elmarinho.twoday.net/stories/5936891/</link>
    <description>Hossa, der FC Bayern ist wieder da. Oder so ähnlich. Ich hatte vor dem Spiel bei der schwachgelben Borussia zwar kein so wirklich tolles Gefühl, aber nach meiner langen Abstinenz war ich einfach nur froh, wieder Bundesligafußball in &lt;a href=&quot;http://www.stadionanderschleissheimerstrasse.de&quot;&gt;der besten Kneipe der Welt &lt;/a&gt;zu gucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung versprach zu Beginn dann soviel Überraschendes nicht, der Anfang des Spiels war es dann aber. Was war das denn? Dortmund spielt den großen FCB an die Wand. Hm, da musste ich schon mal durchschnaufen. Logische Konsequenz war dann das Gegentor durch Hummels. War natürlich irgendwo klar, dass es ausgerechnet der Ex-Bayernspieler machen muss. Eigentlich schwante mir Übles, aber dann wurde schnell klar, dass sich die Dortmunder mit ihrer Anfangsoffensive gehörig übernommen hatten. Die bayerische Dominanz baute sich zunehmend auf und schließlich fiel dann endlich der Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Aufreger kamen dann auch schon in der ersten Hälfte. Schweinsteigers sogenannte Tätlichkeit an Tinga und Gomez Abseitstreffer. Zu ersterem nur so viel: Wenn man Schweinsteiger hier wirklich Absicht unterstellen möchte (was bei einem Bayernspieler natürlich leicht fällt), dann würde mich interessieren, wie viele Tätlichkeiten es dann in Zukunft geben wird. Schön war auch zu sehen, wie selbsternannte Experten sich am Samstag in ihrem Ohrensessel zurücklehnen und nach vielen Wiederholungen (sogar mit Lupe) den Finger über Gomez Tor senken und klares Abseits in Richtung Fernseher rülpsen konnten. Nun ja, irgendwas ist immer; und angesichts des dann doch deutlichen Ergebnisses wurden diese Sachen unterm Strich sehr geräuscharm diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich die wichtigste Erkenntnis an diesem Samstag war jedoch, dass da einer auf der Bank sitzt, der Missstände in der Mannschaft mit vernünftigen Einwechslungen ausbügeln kann, weil er seine Spieler scheinbar jetzt schon sehr genau kennt. Als Gomez Müller weichen musste, war ich sicher nicht der Einzige, der die Stirn ein wenig runzeln musste, vor allem weil Braafheid fröhlich weiterstümpern durfte. Aber dazu später mehr. Müller machte ein fantastisches Spiel und Gomez bekam trotz Tor die wohlverdiente Pause, denn nach wie vor hängt er vorne immer noch sehr kontaktlos rum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war da noch Franck Ribéry, der einmal mehr zeigte, dass ohne ihn einfach etwas fehlt, das auch Robben nicht ersetzen kann. Zusammen sind die beiden aber einfach nur genial. Links Gefahr, rechts Gefahr. Da schaut die gegnerische Abwehr mittlerweile blöd, weil sie sich so nicht mehr auf nur einen einzigen Spieler konzentrieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorne also alles in Butter. Hinten siehts da schon ein wenig anders aus. Gerade die Außenverteidiger machen mir da Sorgen. Lahm wirkt auf der rechten Seite, seiner angeblichen Lieblingsposition, total verloren und ist vor allem in der Vorwärtsbewegung nur noch ein Schatten seiner selbst. Auf links ziehen können wir aber auch nicht, weil wir sonst keinen Rechtsverteidiger haben. Tja, und wer spielt nun links? Hoffentlich nicht mehr Braafheid. Der ließ nämlich so ziemlich alles vermissen, was man von einem vernünftigen Außenverteidiger erwartet: Schnelligkeit, Übersicht, Ballsicherheit; von seiner Vorwärtsbewegung reden wir besser gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das solls mit Kritik jetzt sein, denn bei einem 5-1 kann man es auch mal gut sein lassen. Stattdessen teilen wir noch Fleißbildchen zum Ausmalen als Belohnung aus.&lt;br /&gt;
Das erste bekommt Daniel van Buyten für seine solide Leistung in der Innenverteidigung. Hast Du fein gemacht. Weiter so.&lt;br /&gt;
Der nächste Kandidat ist, endlich, Bastian Schweinsteiger. Wahrscheinlich seine bisher beste Saisonleistung, und das nicht nur wegen des Tores. Arbeitete sehr viel, Länderspiele hin oder her, und ist so weiterhin einer für die Startelf. Ich hoffe inständig, dass er noch weitere Fleißbildchen sammeln kann, denn auf den Ärger, den er bei mir auf verursachte, kann ich gerne verzichten.&lt;br /&gt;
Franck Ribéry kriegt ein Fleißbildchen und dazu noch einen Dauerlutscher: für sein Tore, für seinen schönen Jubel, für eine überraschende aber umso &lt;a href=&quot;http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/0909/News/franck-ribery-vertragsverlaengerung-bayern-muenchen-louis-van-gaal-borussia-dortmund-maccabi-haifa.html&quot;&gt;schönere Aussage&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Thomas Müller bekommt natürlich auch eins  und wird wohl noch mehrere sammeln. Überhaupt, die Jugendspieler, denn fast könnte man schon vergessen, dass da ein gewisser Holger Badstuber mit seinen 20 Jahren Stammkraft in der Innenverteidigung ist. Wenn der Trainer sowas nicht mehr nötig hätte, dann würde er dafür auch ein Lob kriegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Extra-Lob kriegt auch noch unser kleiner, roter Uli, der am Samstag mal wieder &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/sport/994/487401/text/&quot;&gt;auf die Kacke hauen &lt;/a&gt;durfte, sogar vielen seiner Kollegen aus der Seele sprach (vor allem da der FCB mal nicht der Leidtragende war), sich aber nicht viele trauten, das auch zu sagen. Angst vor der eigenen Courage oder mal mit Uli einer Meinung zu sein? Egal, hier gibts auch noch ein Fleißbildchen. Schön ausmalen Uli, auf der Tribüne hast du ja jetzt mehr Zeit für sowas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter gehts glücklicherweise gleich am Dienstag in der Champions League  und da freue ich mich auch schon drauf. Wegen internationalen Flairs, wegen Abendspiel, wegen der besten Fußballkneipe der Welt  und weils hoffentlich wieder viele Fleißbildchen zu verteilen geben wird.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 elmarinho</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-13T20:55:00Z</dc:date>
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